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Aktuelle Forschungsprojekte

Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) FE 02.401/2016/IRB

FE 02.401/2016/IRB: "Untersuchungen zur Luftqualität an Verkehrswegen mit luftgestützten Geräten"“; Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (ivi), Airclip Service GmbH & Co. KG (AIRCLIP), Ingenieurbüro Lohmeyer GmbH & Co. KG (LOH) und Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS)

Ziel des Projektes:

Im Vorhaben sollen die Möglichkeiten und Grenzen unbemannter Flugsysteme mit Messgeräten für die Luftqualität für die Anwendung in Verkehrsnähe untersucht und Empfehlungen zu einer standardisierten Anwendung erstellt werden. Die derzeit verschiedenen auf dem Markt zur Verfügung stehenden unbemannten Luftfahrtsysteme sollen dabei auf Ihre Anwendbarkeit untersucht werden. Dabei muss eruiert werden, welche rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung solcher Systeme in der Nähe von Verkehrswegen und in unterschiedlichen Höhen bestehen. Neben der Straße sollen auch die Verkehrsträger Schiene, Wasserstraße und Luftfahrt betrachtet werden.
Die Anwendbarkeit in situ soll durch Flüge unterschiedlicher unbemannter Luftfahrtsysteme mit geeigneter Luftschadstoffsensorik untersucht und bewertet werden, wobei entsprechend Ausschreibung die in Anhang II aufgeführten Parameter / Anwendungsbedingungen betrachtet werden. Darüber hinaus sollen aktuelle Fragestellungen zur Luftschadstoffbelastung an Verkehrswegen aller Verkehrsträger (Straße, Schiene, Wasserstraße und Luftverkehr) herausgearbeitet werden, die mit Hilfe luftgestützter Messungen beantwortet werden könnten.Zusätzlich wird geprüft, ob die Verknüpfung von Luftschadstoff-Messdaten mit synchron vom Luftfahrzeug erfassten Aufzeichnungen der aktuellen Verkehrssituation zur Erhöhung der Aussagekraft der Messergebnisse führt.

Laufzeit des Vorhabens: Dezember 2016 – Juni 2018

Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) FE 70.0912/2015

FE 70.0912/2015 ,,Dynamisches umweltsensitives Verkehrsmanagement"; Lohmeyer in Arbeitsgemeinschaft mit IVU Freiburg und TRC Stuttgart

Ziel des Projektes:

Um die verbindlichen Grenzwerte der Immissionsbelastung der 39. BImSchV einzuhalten, wurden und werden kommunale und regionale Luftreinhaltepläne erstellt und Minderungsmaßnahmen festgelegt. Auf Grund des hohen Verursacheranteils haben Maßnahmen für den Kfz-Verkehr dabei eine besondere Bedeutung.
Zu unterscheiden sind beim Kfz-Verkehr statische und dynamische Maßnahmen. Als dynamische Maßnahme wird zur Senkung der Immissionsbelastungen an den Hotspots vermehrt auf das umweltsensitive Verkehrsmanagement (UVM)  gesetzt, um die Eingriffe in den Verkehrsablauf auf solche Situationen zu beschränken, die hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten der Luftqualität besonders effektiv sind. Für den Einsatz des UVM ist ein System erforderlich, das es erlaubt, die aktuelle und/oder zu erwartende Luftschadstoffbelastung zu bestimmen sowie die notwendigen Informationen für die Umsetzung von Steuerungsmaßnahmen bereitzustellen. Es soll im Forschungsprojekt dargestellt werden:

  • wie wirksam bisher realisierte UVM-Systeme sind,
  • welche Komponenten in den eingesetzten Systemen zur räumlichen und zeitlichen Vorhersage von Luftschadstoffkonzentrationen verwendet werden, wie gut diese Prognosen sind und wie diese ggf. verbessert werden können,
  • welche Abstimmungen und Anpassungsprozesse von Verkehrsmanagement und UVM notwendig sind, um ein effektives Zusammenwirken zu realisieren,
  • welche Synergien aus einer Kopplung von VM mit UVM (Software, Hardware) resultieren können und inwieweit sich einfache Lösungen ohne wesentliche Einbußen an eine Anwendbarkeit und Wirksamkeit definieren lassen;
  • in welcher Weise finanzieller Aufwand und Wirksamkeit eines UVM in Verbindung mit einem VM in Beziehung stehen, und ob es, abhängig von gegebenen Randbedingungen, ein Optimum der Auslegung eines UVM gibt;
  • welchen Einfluss ein UVM auf die Stickstoffdioxid- und Feinstaubimmissionen haben kann;
  • inwieweit Lärmimmissionen, die CO2-Emissionen bzw. der Kraftstoffver-brauch sowie der Verkehrsablauf (z.B. Staubildung, Verkehrsverlagerungen in andere Bereiche) und die Verkehrssicherheit von einem UVM betroffen sind,
  • inwieweit sich ein UVM verkehrlich nicht nur hinsichtlich des regionalen, sondern auch des überregionalen Verkehrs (BAB und Bundesfernstraßen) auswirkt.

Laufzeit des Vorhabens: Mai 2016 – Mai 2018

Umweltbundesamt Dessau-Roßlau UFOPLAN FKZ 3716 52 200 0

UFOPLAN 3716 52 200 0 ,,Einfluss eines Großflughafens auf zeitliche und räumliche Verteilungen der Außenluftkonzentrationen von Ultrafeinstaub < 100 nm, um die potentielle Belastung in der Nähe zu beschreiben - unter Einbeziehung weiterer Luftschadstoffe (Ruß, Stickoxide und Feinstaub (PM-2,5 und PM-10))"

Ziel des Projektes:

Ermittlung des Einflusses eines Großflughafens auf erhöhte Konzentrationen der Luftschadstoffe Ultrafeinstaub, Ruß, NO2, PM10 und PM2,5. Der Schwerpunkt soll dabei auf Ultrafeinstaub gemessen in Partikelanzahl liegen.
Dazu ist durch Modellrechnungen die räumlich differenzierte Exposition der Bevölkerung in der Umgebung eines Großflughafens von bis zu ca. 30 km zu prognostizieren. 

Weitergehendes Ziel der Studie ist es, Empfehlungen für detailliertere Modellstudien mit erweiterten Modellansätzen abzugeben.
Zur Validierung der Modellrechnungen sollen die Ergebnisse mit vorhandenen Messungen verglichen und die verschiedenen Modellansätze bewertet werden. Des Weiteren soll eine Empfehlung für Messstrategien abgegeben werden, um den Anteil des Flughafens und der Flugzeuge an der Luftbelastung quantifizieren zu können.

Ein weiteres Ziel ist, die methodischen Grundlagen für Langzeitstudien zu liefern.

Laufzeit des Vorhabens: Oktober 2016 – Januar 2019