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Immissionsmessung

Wird eine flächenhafte Aussage der Geruchsbelastung in einem Beurteilungsgebiet (z.B. Wohngebiet) benötigt, können Rastermessungen nach VDI 3940 Bl. 1 durchgeführt werden. Dafür wird ein Raster über das Beurteilungsgebiet gelegt, an dessen Eckpunkten Prüfpersonen zu vorgegebenen Terminen an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten die Geruchswahrnehmung beurteilen. Dabei wird erfasst, ob Geruch erkennbar ist und wie die Geruchsqualität eingeschätzt wird bzw. ob der Geruch einer Anlage zuordenbar ist. Die Termine der einzelnen Begehungen erstrecken sich dabei in der Regel über ein halbes bzw. ein Jahr. Aus den Beurteilungen der Prüfpersonen an den einzelnen Rasterpunkten wird dann entsprechend VDI 3940 Bl. 1 eine flächenhafte Aussage zur Geruchsstundenhäufigkeit für die einzelnen Beurteilungsflächen berechnet. Zur Plausibilitätskontrolle der Beurteilungen an den einzelnen Rasterpunkten werden zeitlich parallel zur Rasterbegehung meteorologische Messungen durchgeführt. Mit den so gewonnenen Angaben zur Windrichtung und Windgeschwindigkeit kann neben der Plausibilitätsprüfung der Beurteilungen an den einzelnen Rasterpunkten eine Verursacherermittlung durchgeführt werden. Eine Rastermessung bietet den Vorteil, dass die Gerüche dort erfasst werden, wo sie auch entsprechend Geruchssimmissionsrichtlinie (GIRL) zu beurteilen sind.

Sind die Emissionen einer Anlage zu ermitteln und ist eine direkte Emissionsmessung nicht möglich, z.B. bei unklarer Quelllage, kann über Fahnenmessungen auf die Geruchsstoffemissionen der Anlage zurückgeschlossen werden. Bei der Fahnenmessung werden mittels Begehung mit Prüfpersonen nach Vorgaben der VDI 3940 Bl. 2 die Abmessungen der Geruchsfahne einer Anlage bei unterschiedlichen meteorologischen Verhältnissen bestimmt. Aus diesen Abmessungen kann mittels Ausbreitungsrechnungen nach TA Luft (AUSTAL2000) auf die Geruchsstoffemission der Anlage für den Zeitraum der Begehung rückgerechnet werden.

 

 

 

 

 

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